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Behandlungsspektrum

Zahnkronen und Teilkronen

Auch ein stark beschädigter Zahn lässt sich meist erhalten. Eine Krone oder Teilkrone gibt ihm Form, Stabilität und Kaufunktion zurück. So behalten Sie Ihren eigenen Zahn.

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Zahnkronen und Teilkronen

Warum eine Krone den eigenen Zahn erhält

Beim Kauen wirken auf jeden Zahn starke Kräfte, die ein gesunder Zahn mühelos aushält. Wenn Karies zu viel Substanz zerstört hat oder die Wände zu dünn geworden sind, besteht eine erhöhte Gefahr, dass der Zahn unter Belastung bricht. Hier kann eine Krone helfen: Sie umfasst den Zahn und verteilt die Kaukräfte wieder gleichmäßig. Auch bei wurzelbehandelten Zähnen im Seitenzahnbereich ist häufig eine Krone zu empfehlen.

Eine Krone ist trotzdem nicht die erste Wahl, solange eine kleinere Lösung trägt. Denn der Zahn muss dafür beschliffen werden und verliert Substanz, die nicht zurückkommt. Daher suchen wir immer die Lösung, bei der möglichst viel eigener Zahn erhalten bleibt. Je nach Defekt kann eine Teilkrone, ein Inlay oder ein Onlay bereits ausreichend sein. Dann wird nur der zerstörte Teil des Zahns ersetzt und der gesunde Teil bleibt erhalten. Nach fünf Jahren sind noch rund 95 von 100 Keramikkronen in Funktion, nach zehn Jahren etwa 80 bis 90. Gute Pflege und regelmäßige Kontrollen verbessern diese Aussichten.

So gehen wir vor

  1. 01 Untersuchung, Beratung und Planung

    Zuerst klären wir, wie stark der Zahn geschädigt ist und welche Versorgung für ihn die richtige ist. Mit einem Röntgenbild beurteilen wir die Tiefe des Defekts und den Zustand von Zahnwurzel und Zahnhalteapparat. Ist der Zahnnerv betroffen, prüfen wir zunächst, ob er erhalten werden kann. Oft ist dann eine Wurzelbehandlung nötig.

  2. 02 Vorbereitung des Zahns und digitaler Scan

    Unter örtlicher Betäubung entfernen wir die geschädigte Substanz und bauen den Zahn, wenn nötig, wieder auf. Ist ein wurzelbehandelter Zahn stark zerstört, verankern wir die Krone mit einem Glasfaserstift in der Zahnwurzel. Anschließend beschleifen wir den Zahn, damit die Krone eine ausreichende Stärke bekommt. Den Kronenrand legen wir nur so tief unter das Zahnfleisch wie nötig. Danach fertigen wir einen digitalen Abdruck an. Er ist ebenso präzise wie ein herkömmlicher Abdruck und für die meisten Patienten deutlich angenehmer. Mehr dazu auf unserer Seite zum Intraoralscanner.

  3. 03 Provisorium und Fertigung im Labor

    Für die Zeit, in der die Krone gefertigt wird, schützt ein Provisorium aus Kunststoff den beschliffenen Zahn. Sie können damit sprechen und essen. Auf sehr harte und klebrige Speisen sollten Sie in dieser Zeit aber verzichten, da das Provisorium nicht so belastbar ist wie die fertige Krone. Die Krone wird von einem unserer spezialisierten Dentallabore hergestellt. Der Zahntechniker stimmt Farbe und Form auf Ihre eigenen Zähne ab.

  4. 04 Einsetzen der Krone

    Bei einem weiteren Termin setzen wir die Krone ein und prüfen Passung und Biss (Okklusion). Dank der digitalen Fertigung sitzt sie meist auf Anhieb präzise. Fühlt sich der Biss nach dem Abklingen der Betäubung doch ungewohnt an, passen wir die Krone in einem Folgetermin an. Für einen langfristigen Erhalt der Krone sind gute Pflege und regelmäßige Prophylaxe wichtig.

Gut zu wissen

Bei den Materialien haben Sie die Wahl. In der Regel verwenden wir metallfreie Kronen. Zirkonkronen (Zirkonoxid) besitzen eine besonders hohe Festigkeit und werden daher gerne im Seitenzahnbereich eingesetzt, wo beim Kauen die größten Kräfte wirken. Im Frontzahnbereich wirkt Glaskeramik (Lithiumdisilikat) noch natürlicher. Sie ist jedoch etwas weniger belastbar. Am natürlichsten sieht eine verblendete Vollkeramikkrone aus. Ihr Gerüst wird im Labor von Hand Schicht für Schicht mit feiner Verblendkeramik (Feldspatkeramik) überzogen. Diese Verblendung ist zwar empfindlicher und benötigt mehr Wartung, da sie über die Jahre abplatzen kann. Das Ergebnis ist dafür meist nicht mehr von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden. Für preisbewusste Patienten kann Keramik-Komposit eine Lösung sein. Es nutzt sich schneller ab und kann sich verfärben. Dafür ist es günstiger und leicht auszubessern. Nach heutiger Datenlage hält es im Schnitt aber nicht so lange wie Keramik. Wir besprechen mit Ihnen, welches Material zu Ihrer Situation am besten passt.

Die Krone selbst kann keine Karies bekommen. Der Zahn darunter schon. Die empfindlichste Stelle ist der Übergang zwischen Krone und Zahn: Genau dort entsteht am ehesten neue Karies. Wie oft das passiert, hängt stark von der Pflege ab. In einer Untersuchung an über 1.000 Kronen und Brücken trat Karies am Rand bei schlechter Mundhygiene rund viermal so häufig auf wie bei guter Pflege. Reinigen Sie deshalb täglich auch die Zahnzwischenräume, und kommen Sie regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung und Prophylaxe.

Ehrlich ist auch: Das Beschleifen kann den Zahn vorübergehend empfindlich machen. Bei etwa 5 von 100 überkronten Zähnen stirbt der Zahnnerv in den Jahren nach der Behandlung ab, bei vorher stark geschädigten Zähnen häufiger. Dann wird eine Wurzelbehandlung notwendig. Keramik ist widerstandsfähig. Brechen kann sie trotzdem. Wer nachts mit den Zähnen knirscht, dem empfehlen wir eine Aufbissschiene, um Krone und eigene Zähne zu entlasten. Mehr dazu auf unserer Seite zu Zähneknirschen und Kiefergelenk. Eine Krone kann sich gelegentlich auch lockern. Das kann ein Hinweis auf einen fortschreitenden Defekt sein. Lässt sich ein Defekt ausschließen, befestigen wir sie einfach wieder. Nicht jeder Zahn ist mit einer Krone zu retten. Fehlt zu viel Substanz oder ist der Zahn auch durch eine Wurzelbehandlung nicht mehr zu erhalten, besprechen wir mit Ihnen den Ersatz durch ein Implantat.

Behandlungen in diesem Bereich

  • Vollkeramikkrone

    Umfasst einen stark beschädigten Zahn und schützt ihn. Aus festem Zirkonoxid oder besonders natürlicher Glaskeramik.

  • Verblendete Vollkeramikkrone

    Für ein besonders natürliches Ergebnis in der sichtbaren Zone. Das Gerüst wird im Labor von Hand mit Keramik überzogen.

  • Teilkrone

    Ersetzt nur den zerstörten Teil des Zahns. So bleibt deutlich mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten als bei einer Krone.

  • Stiftaufbau

    Verankert die Krone, wenn vom Zahn wenig übrig ist: Ein Stift in der Wurzel gibt dem Aufbau Halt.

  • Erneuerung einer alten Krone

    Ersetzt eine Krone, die undicht, locker oder unansehnlich geworden ist. Dabei prüfen wir den Zahn darunter und versorgen ihn neu.

  • Krone auf Implantat

    Ersetzt einen fehlenden Zahn samt Wurzel. Mehr dazu im Bereich Implantate und Zahnersatz.

Ihr erster Termin

Beim ersten Termin untersuchen wir Ihren Zahn, und Sie erfahren, ob er eine Krone braucht. Sie bekommen eine klare Einschätzung zu Material, Aufwand und Alternativen. Und Zeit, in Ruhe zu entscheiden.

Behandlungen

  1. Digitale Zahnmedizin

    Gründlich untersuchen, präzise planen, digital umsetzen: Vom ersten Befund bis zum fertigen Zahnersatz arbeiten wir durchgängig digital. Das macht Behandlungen genauer, angenehmer und vorhersagbarer.

  2. Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe

    Gesunde Zähne beginnen mit guter Vorsorge: professionelle Zahnreinigungen als Teil eines individuellen Prophylaxe-Plans entfernen Plaque, Zahnstein und Verfärbungen, bevor Probleme entstehen.

  3. Parodontologie und Zahnfleischgesundheit

    Zahnfleischbluten ist ein Warnsignal: Gingivitis und Parodontitis behandeln wir mit modernen parodontalen Therapien, damit Zähne und Kieferknochen erhalten bleiben.

  4. Zahnerhaltung: Füllungen, Inlays und Onlays

    Ihr eigener Zahn ist der beste Zahn. Karies und kleinere Schäden behandeln wir minimalinvasiv mit Füllungen in der natürlichen Farbe Ihres Zahns, größere Defekte mit passgenauen Inlays und Onlays aus Keramik. So bleibt möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten.

  5. Wurzelbehandlung (Endodontie)

    Ein entzündeter Zahnnerv bedeutet nicht das Ende des Zahns: Wo möglich, erhalten wir den lebenden Nerv. Wenn nicht, entfernt eine Wurzelkanalbehandlung die Entzündung aus dem Zahninneren, lindert den Schmerz und bewahrt den Zahn vor der Extraktion.

  6. Kieferorthopädie und unsichtbare Aligner

    Wir korrigieren Zahnstellung und Biss mit individuell angepassten Behandlungen: von der klassischen Zahnspange bis zu unsichtbaren Alignern, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

  7. Zahnkronen und Teilkronen

    Auch ein stark beschädigter Zahn lässt sich meist erhalten. Eine Krone oder Teilkrone gibt ihm Form, Stabilität und Kaufunktion zurück. So behalten Sie Ihren eigenen Zahn.

  8. Zahnextraktion und Weisheitszähne

    Manchmal ist die Zahnextraktion die richtige Behandlung: wenn ein Zahn nicht mehr zu retten ist, komplett an der falschen Stelle steht oder ein Weisheitszahn Probleme macht. Dann entfernen wir den Zahn schonend unter örtlicher Betäubung und planen gegebenenfalls den passenden Zahnersatz schon vor dem Eingriff. So bleibt nach der Extraktion keine dauerhafte Lücke.

  9. Implantate und Zahnersatz

    Für jede Lücke die passende Antwort: Einen einzelnen fehlenden Zahn ersetzen wir durch ein Implantat mit Krone. Fehlen mehrere Zähne, schließen wir die Lücke mit einzelnen Implantaten oder einer implantatgetragenen Brücke. Und selbst für einen zahnlosen Kiefer haben wir feste, ästhetisch ansprechende Lösungen.

  10. Ästhetische Zahnheilkunde

    Gesunde Zähne dürfen auch schön sein: Wir hellen sie kontrolliert auf und korrigieren Form und Farbe mit Veneers oder zahnfarbenem Komposit. Was sich ändern soll, bestimmen Sie, wir gehen dabei so schonend wie möglich vor.

  11. Kinderzahnheilkunde

    Vom ersten Milchzahn an: Wir begleiten die Zahnentwicklung mit entspannten Kontrollen, Versiegelungen und wenn nötig schonender Kariesbehandlung.

  12. Zähneknirschen und Kiefergelenk (CMD)

    Zähneknirschen, Kieferschmerzen oder ein Knacken im Gelenk haben selten eine einzelne Ursache. Wir untersuchen die Funktion von Gelenk und Muskulatur und prüfen die Zähne auf Spuren von Knirschen und Pressen. Häufig kommt dabei eine passgenaue Aufbissschiene zum Einsatz, bei Bedarf im Zusammenspiel mit Physiotherapie und anderen Fachrichtungen.

  13. Schnarch- und Schlafapnoebehandlung

    Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe lassen sich in vielen Fällen zahnärztlich behandeln: mit einer individuell angepassten Schiene, die Sie nachts tragen.

  14. Angstpatienten

    Zeit, klare Absprachen und ein vereinbartes Stopp-Signal: sanfte Zahnmedizin für alle, denen der Zahnarztbesuch schwerfällt.